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Dein Einkommen hat sich geändert? Dein fester Steuersatz weiß noch nichts davon.
Dein fester Steuersatz basiert auf deinem letzten Einkommen. Gehaltserhöhung, Partner, Kredit: wann und wie du ihn mit Formular 166 anpasst.
Ein fester Steuersatz ist eine bequeme Sache: ein Prozentsatz, jeden Monat einbehalten, und du denkst nicht mehr daran. Der Haken ist genau das: Du denkst nicht mehr daran. Dieser Satz ist eine Schätzung, gestützt auf dein vergangenes Einkommen. An dem Tag, an dem sich deine Situation ändert, bleibt er stehen. Und die Differenz holt dich am Ende immer ein.
Neu beim festen Steuersatz? Starte mit unserem Leitfaden zu verheirateten Paaren in Luxemburg und komm dann hierher zurück, um deinen Satz zu pflegen.
Dein fester Steuersatz ist auf dem Stand vom letzten Jahr eingefroren
Der Satz auf deiner Steuerkarte (fiche de retenue) ist vorläufig. Eine Prognose, um genau zu sein, in den Worten der Steuerverwaltung. Er beruht auf den Zahlen, die bei seiner Festlegung bekannt waren, meist auf denen des Vorjahres.
Solange sich nichts ändert, passt er. Sobald sich etwas bewegt, rutscht er weg. Und vor allem: Er aktualisiert sich nicht von selbst zwischen zwei Steuererklärungen.
Was den Satz aus dem Tritt bringt
Die üblichen Verdächtigen:
- eine Gehaltserhöhung, eine Beförderung, ein Bonus, der das Jahr aufbläht,
- ein Partner, der zu arbeiten beginnt, oder aufhört,
- ein zweites Einkommen, das im Haushalt auftaucht, oder verschwindet,
- ausländische Einkünfte, die steigen oder sinken,
- neue Abzüge, die du geltend machen kannst, zum Beispiel ein Immobilienkredit.
So oder so: Dein Satz stimmt nicht mehr.
Beispiel
Im März bekommst du eine Gehaltserhöhung von 12.000 € pro Jahr. Dein fester Steuersatz bleibt aber auf dem Stand vom Vorjahr. Jeden Monat wird ein bisschen zu wenig einbehalten. Ohne Korrektur wartet die Differenz am Ende auf dich, im Steuerbescheid (bulletin d'imposition), als offener Betrag.
Zu wenig oder zu viel: beides kostet dich
Ein Satz, der wegrutscht, tut in beide Richtungen weh.
Zu wenig einbehalten. Du zahlst die Differenz, wenn der Steuerbescheid kommt. Eine böse Überraschung kann also auf dich warten.
Zu viel einbehalten. Dein Geld ist nicht verloren, es wird bei der Steuererklärung verrechnet. Aber bis dahin liegt es bei der Steuerverwaltung, statt auf deinem Konto zu bleiben.
Achtung
Wenn zum ersten Mal ein offener Betrag fällig wird, ist die Rechnung unangenehm: Du zahlst die Steuer für das vergangene Jahr nach. Besser, du passt den Satz an, bevor es so weit kommt.
Die Steuerverwaltung korrigiert manchmal, aber im Nachhinein
Gute Nachricht: Die Steuerverwaltung kann deinen Satz von selbst anpassen. Weniger gute Nachricht: erst, nachdem sie deine jährliche Steuererklärung bearbeitet hat, und nur, wenn die Abweichung als erheblich gilt, über etwa 1.000 € im Jahr oder einen Prozentpunkt hinaus.
Mit anderen Worten: Zwischen zwei Steuererklärungen bleibt ein falsch gewordener Satz falsch. Wer früher korrigieren will, muss selbst ran.
Die Korrektur: Formular 166, wann immer du willst
Um deinen Satz geradezurücken, brauchst du ein einziges Dokument: das Formular 166.
- keine Frist, du reichst es jederzeit im Jahr ein,
- lege die letzten drei Gehaltsabrechnungen beider Partner bei,
- schick es an das Büro RTS Non-résidents, die Quellensteuerstelle für Nichtansässige.
Die Steuerverwaltung rechnet neu, stellt eine neue Steuerkarte aus, und dein Arbeitgeber wendet den neuen Satz ab dem Folgemonat an.
Achtung
Das Formular 166 holt die bereits vergangenen Monate nicht zurück. Es passt deinen Satz ab der neuen Steuerkarte an, für die kommenden Monate. Die bereits einbehaltenen Monate werden bei der jährlichen Steuererklärung verrechnet.
Formular 166 regelt die Gehaltsabrechnung. Nicht die Steuererklärung.
Zwei Werkzeuge, zwei Aufgaben. Das 166 passt an, was jeden Monat abgeht. Die jährliche Steuererklärung, das Formular 100, macht die Abrechnung übers ganze Jahr.
Und ein wichtiger Hinweis für gleichgestellte Grenzgänger: Die Gleichstellung wird jedes Jahr mit der Steuererklärung neu bestätigt. Keine Steuererklärung, keine Gleichstellung, und zurück geht es in die Steuerklasse 1.
taxx-Vorteil
Unsicher bei deinem Satz? Auf taxx.lu sagt dir eine Simulation in wenigen Minuten, ob er noch zu deinem Einkommen passt. Und wenn ein 166 fällig ist, erledigen wir das Formular für dich, für 59 €, Gleichstellungsbedingungen geprüft, unterschriftsreif.
Kurz gesagt
Dein fester Steuersatz sagt dir nicht, dass er veraltet ist. Ein Auge darauf zu haben, ist deine Sache. Eine Gehaltserhöhung, eine Veränderung beim Partner, ein neuer Kredit: alles gute Momente, um zu prüfen und bei Bedarf ein 166 einzureichen.
Ein Satz, der zu deinem Leben passt, statt zu dem, das du letztes Jahr geführt hast.